Bericht über die Hamburg Harley Days 2012
Da wir der Einladung zu den Hamburg Harley Days seit ihrem Beginn nicht widerstehen können, war es natürlich selbstverständlich, dass wir auch in dieses Jahr an diesem besonderen, von manchen als Stadtevent bezeichneten Veranstaltung, teilnehmen.
Aus unserer Sicht war es eine gute Entscheidung nach den Schwierigkeiten und der räumlichen Enge vom Heiliggeistfeld und der einmaligen Irrung auf den Außenanlagen am Volksparkstation, seit nun mehr 3 Jahren, diese Großveranstaltung am Hamburger Großmarkt anzusiedeln.
Die Harley Davidson Händler von Viking Lübeck, Börjes aus Augustfehn, HD Breitenfelde, Motorclothes Sylt und unsere Freunde von Motorclothes Berlin und HD Hamburg Nord, waren in Großraumzelten vor Ort und boten alles was das Herz begehrte.
Alle namhaften Ausrüster für Harley Davidson und Customizer waren ebenfalls mit einem Großaufgebot vor Ort und rundeten mit den anderen Anbietern ums oder fürs Bike, sowie mit den Versorgungseinheiten (Nordhäuser Korn Bar, Fischbuden, Bierständen, JD, Kaffeebuden, Spanferkel Grill, Husumer Krabbenbude und den obligatorischen Frittenbuden) für den Biker und ein Musikprogramm der Spitzenklasse auf der Hauptbühne, sowie mehrere Stuntshows von Rainer Schwarz, das Gesamtbild ab.
Wir waren eigentlich der Meinung, dass außer unserem Chief Heinz im Charity Stand und wir die einzigen Rulamans auf dem Event seien; umso mehr waren wir erfreut, als wir am frühen Freitagnachmittag eine Harley mit den Rulas Dieter und Helga auf das Eventgelände fahren sahen.
Das das Gelände angenommen wird, war spätestens am Samstag Mittag erkennbar, da zu diesem Zeitpunkt auf dem Riesengelände fast kein Durchkommen, sowohl mit der Harley, als auch fußläufig, mehr möglich war. (siehe Bilder)
Hamburg bietet als Veranstaltungsort natürlich auch noch mehr als nur das Eventgelände. So steht für uns jedes Jahr ein Besuch beim ältesten Harley Davidson Händler in Europa, bei Georg Suck an. Der Enkel Thomas Suck steht voll in der nunmehr 103-jährigen hanseatischen Tradition des Hauses Suck und so unterscheidet sich dieser Harley Davidson Händler von allen anderen.
Die ebenfalls jährliche große Hafenrundfahrt inkl. der Speicherstadt mit einer kleinen Barkasse, eine Rundfahrt auf der Binnen- bzw. Außenalster (hier sei das Dampfschiff St. Georg anempfohlen) mit den Prachtbauten an dem Alsterufer wie z.B. Hapag Lloyd, Hotel Vier Jahreszeiten, Alsterhaus als natürlich auch das Hotel Atlantik und dem Panoramablick auf den Jungfernstieg, sowie ein Besuch der Davidswache, sind Pflicht.
Erwähnt werden muß auch der Weinberg oberhalb der Landungsbrücken, der nördlichste in Deutschland. Die Trauben werden jedes Jahr nach Stuttgart gefahren, verarbeitet und hieraus insgesamt 350 Flaschen Wein gewonnen. Empfehlenswert ist des Weiteren eine Besichtigungstour des Hamburger Rathauses mit seiner gesamten hanseatischen Pracht und des Panoptikums auf der Reeperbahn.
Spätestens Samstagabend ist die Reeperbahn voll im Beschlag der Eventbesucher, ihrer Harleys, sowie amerikanischer PKW´s, anderer Besucher und Einheimischer. Dann heißt das Motto sehen und gesehen bzw. „gehört“ werden und die Hamburger Polizei ausgestattet „mit einer Pferdestärke“ (vgl. Bilder), sieht dem Ablauf und dem Spiel, sofern das alles im Rahmen bleibt, in Ruhe zu und zeigt lediglich Präsenz.
Bezüglich Reeperbahn ist festzuhalten, dass hier wieder ein Wechsel ansteht. Das Cafe Keese, in welchem wir seit Beginn der Harley Days mit unseren Freunden jeden Abend den Tag haben ausklingen lassen, erhält nach all den Jahren, einen neuen Betreiber, mal sehen wo dies hinführt.Im Bereich der Kreuzung Reeperbahn/Helgoländer Allee bzw. Zirkusweg wird ein Bürohochhauskomplex errichtet (?) und der Bereich um die legendäre und weltbekannte Esso Tankstelle hinter dem Spielbuden Platz und ein paar dort weitere, zugegebenermaßen in die Jahre gekommenen Kneipengebäude, sollen in Kürze abgerissen werden und einer modernen Wohnbebauung weichen.
Das Wetter hatte es in diesem Jahr nicht unbedingt gut mit uns gemeint; am Freitagabend zu Beginn des EM Public Viewing auf dem Heiliggeist setzte ein andauernder starker Regen der Freilichtveranstaltung ein jähes Ende und führte zu einer Überfüllung aller gastronomischen Einrichtungen auf der Reeperbahn in denen ein Fernseher stand.
Die Parade am Sonntagvormittag, an der eigentlich über 5.000 Harleys teilnehmen wollten oder sollten, wurde bei ständigem Dauerregen lediglich von ca. 200 Harleys über die neue Strecke von 42 km vollzogen. Schade!
Ach so, bevor ich es vergesse zu erwähnen, zu den Hamburg Harley Days 2013, vom 21. - 23. Juni haben wir selbstverständlich wieder unserer Zimmer im Graf Moltke gebucht und uns wie immer mit unseren Norddeutschen bzw. Nordischen Harley Freunden verabredet.
Bericht und Bilder: Jürgen Mies